20. Juli 1944 - Symbol des Deutschen Widerstandes

Claus Graf Stauffenberg, um 1925. Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg. A-2005/0159/037.


„Wir haben uns vor Gott und unserem Gewissen geprüft,
es muss geschehen, denn dieser Mann ist das Böse an sich.“


(Claus Schenk Graf von Stauffenberg)


Der 20. Juli 1944 ist zum Innbegriff und Symbol des deutschen Widerstandes gegen die Diktatur des Nationalsozialismus und die Schreckensherrschaft Adolf Hitlers geworden. Er ging als "Aufstand des Gewissens" in die Geschichte ein. Auch 70 Jahre nach der Tat gelten Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Mitstreiter als deutsche Vorbilder.

Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1969-071A-03 / CC-BY-SA.
Die Ereignisse vom 20. Juli 1944 bilden den umfangreichsten Widerstand von Deutschen gegen das Regime Adolf Hitlers in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Beteiligten der Verschwörung stammen aus vielen Schichten der Bevölkerung und hatten vielfältige Kontakte zum Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke. Unter den 200 nach der Erhebung Hingerichteten sind 19 Generäle, 26 Obersten, zwei Botschafter, sieben Diplomaten, ein Minister, drei Staatssekretäre sowie der Chef der Reichskriminalpolizei; des weiteren mehrere Oberpräsidenten, Polizeipräsidenten und Regierungspräsidenten. Zum Ausgangspunkt des Machtwechsels wurde ein Attentat auf Hitler gemacht. Die von Claus Schenk von Stauffenberg platzierte Bombe tötete Hitler jedoch nicht. Diese Tatsache brachte den gesamten Plan zum Scheitern.  

Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Alfred Graf Stauffenberg mit seinen Söhnen Berthold, Claus, Alexander (v.l.n.r.) um 1925. Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg. A-2005/0159/043.

Claus Schenk Graf von Stauffenberg wurde am 15.11.1907 in Jettingen/Schwaben geboren. Seine Eltern waren der letzte Oberhofmarschall des Königs von Württemberg, Alfred Schenk Graf von Stauffenberg und Caroline geb. von Üxküll-Gyllenband. Seine Kindheit verbrachte er zusammen mit seinen Brüdern Berthold und Alexander vor allem in der Landeshauptstadt Stuttgart und im Schloss Lautlingen (heute Stauffenberg-Gedenkstätte), dem Sommersitz der Familie. Nach dem Abitur trat Stauffenberg 1926 in die Reichswehr ein und wurde Berufssoldat. Stauffenberg begann sich nach der Reichspogromnacht 1938 von der nationalsozialistischen Staatsführung zu distanzieren und wurde wegen der Deportation der Juden, der brutalen Besatzungspolitik während des Krieges aber auch wegen der unsachgemäßen militärischen Führung entschiedener Gegner der Nazis und schloss sich dem militärischen Widerstand an.

Er trat als treibende Kraft für die Tötung Hitlers ein. 1943 wurde er in Afrika schwer verwundet. Verlust des linken Auges, der rechten Hand und zweier Finger der linken Hand. Zuletzt Oberst im Oberkommando des Heimat-Heeres, Berlin, Bendlerblock. Am 1. Juli 1944 wurde er Chef des Stabes beim Befehlshaber des Ersatzheeres (BdE). Damit hatte er alle Möglichkeiten, die für den Fall innerer Unruhen vorbereitete Aktion "Walküre" auszulösen. Stauffenberg erarbeitete gemeinsam mit General Friedrich Olbricht, Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim und Henning von Tresckow den Operationsplan "Walküre". 

DHM: Claus Schenk Graf von Stauffenberg
WIKEPEDIA: Claus Schenk Graf von Stauffenberg 

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